Diverse Kleinteile, Hebel und Bedienelemente
 
Obwohl die Demontage des noch nicht abgeschlossen ist, habe ich trotzdem beschlossen, parallel zu den Demontagearbeiten gleichzeitig mit der Aufbereitung der diversen ausgebauten Kleinteile zu beginnen. Den Anfang machen die beiden Streben zur Stosstangenmontage im Motorraum. Reichlich Dreck und Rost, weit enfernt von einem sauberen, einbaufähigen Zustand. Aber nach Behandlung mit der Sandstrahlanlage und anschliessendem Glasperlstrahlen, sowie nachfolgender Grundierung und Lackierung sehen die Streben wieder wie neu aus: Ab in eine saubere Schachtel damit, diese gut angeschrieben, was drinnen ist, und ab in das "Neuteileregal" bis zur Wiedermontage. Fazit: Auch wenn es am ganzen Wagen noch sehr viel "Dreckarbeit" zu erledigen gibt, es ist trotzdem ein wunderschönes Gefühl, wenn man die ersten wieder aufbereiteten und restaurierten Teile in Händen hält!

Nun kommen die Kupplungs- und Bremspedal dran: Gleiches Prozedere wie bereits oben beschrieben: Sandstrahlen - Glasperlstrahlen - Grundieren und lackieren.

Die Handbremse wird zunächst in alle Einzelteile zerlegt. Trotz der auf den ersten Blick etwas verwirrenden Mechanik macht das Zerlegen keine Probleme: Der Kunststoffknopf zum Lösen der Arretierung wird abgeschraubt, und schon demontiert sich der Federmechanismus von selbst. Rasch noch den Lagerungsbolzen entfernt, und der Handbremshebel ist in alle Einzelteile zerlegt. Kurze Probemontage: Alle Teile lassen sich wieder funktionsgerecht zusammenbauen - wunderbar! Und ab zum Sand- und Glasperstrahlen und lackieren!

Nach der Montage der neu lackierten Teile ist die Freude dann gross, wenn ein gut aussehender und ebenso gut funktionierender Handbremshebel vor einem liegt!

Auch der Bedienmechanismus für Chokeverstellung und Starterbetätigung wird zum Aufbereiten komplett zerlegt. Da es sich bei diesen Komponenten ausschliesslich um Teile aus Leichtmetall-Druckguss handelt, kommt hier lediglich das Glasperlstrahlen zum Einsatz. Eine anschliessende Grundierung und Lackierung liefert Bauteile, die wieder wie neu aussehen!

Auch das Gaspedal hat schon bessere Zeiten gesehen. Aber auch hier: Nach der Aufarbeitung kann ein wunderschönes Teil montagebereit in das Regal gelegt werden.

Die Motoraufhängung - ebenfalls ein Druckgussteil - strotzt vor Dreck. Nach einer Grundreinigung mit Waschbenzin zeigt sich, dass der Teil auch sehr stark oxidiert ist. Also: Glasperlstrahlen und versiegeln mit Klarlack. Ergänzt mit neuen Gummiteilen macht das Ganze wieder ein sauberes Bild.

Das gleiche gilt für die Lüftungsdüsen im vorderen Passagierbereich. Sand- und Glasperlstrahlen, frischer Lack und zwei weitere einbaufertige Teile kommen ins Depot!

Die hintere Abdeckung des Lüftungsschachtes weist auf der Innenseite eine sehr starke Korrosion auf. Aussen ist sie mit einer dicken Schicht einer fragwürdigen weissen Farbe bedeckt. Die Bläschen auf diesem Lack lassen nichts Gutes vermuten. Also: Weg mit allem, was hier nicht raufgehört!

Nach der ja schon obligaten Behandlung durch Sand- und Glasperlstrahlen kommt eine saubere Grundierung und ein frischer Decklack drauf - fertig ist das gute Stück, bereit zum Neueinbau!

Die Regulierungsklappe für die Kühlerabluft ist in einem katastrophalem Zustand: Das Teil strotz vor Dreck und Rost und ist weiters mit einer dicken Schicht Unterbodenschutz bedeckt. Auch ist die Klappe absolut unbeweglich. Das verheisst jede Menge an Arbeit. Da der Unterbodenschutz ein effektives Sandstrahlen verhindert, muss er zuerst entfernt werden. Da hilft nur die Heissluftpistole und eine gute Spachtel. Unklar bleibt, warum hier dieser Unterbodenschutz auch auf der Innenseite der Klappe aufgetragen wurde? Anschliessendes Sand- und Glasperlstrahlen bringt dann eine gute Basis für eine Neulackierung. Auch die Beweglichkeit der Klappe stellt sich nach dieser Behandlung wieder ein!

 

Bauteile von Motor und Getriebe
 
Die aussen liegenden Komponenten des Differentialgetriebes sind natürlich ebenfalls schmutzig und rostig. Auch hier hilft nur fleissiges Bürsten bzw. Glasperlstrahlen. Die anschliessende Grundierung und Neulackierung lässt die Teile wieder in frischem Glanz strahlen!

Auch bei den Deckeln des Getriebgehäuses findet sich nach der ersten Grundreingung Rost und abgeblätterter Lack. Glasperlstrahlen und Neulackierung bringen auch diese Teile wieder in einen einbauwürdigen Zustand!

Auch das Gehäuse für den Ölfilter bedarf einer gründlichen Überholung: Dreck, Rost und alle möglichen Farbschichten werden mit der rotierenden Drahtbürste entfernt. Die blanken Blechteile werden nach einer Grundierung mit den Originalfarben lackiert, das Aluminium-Druckgussteil wird mit Klarlack versiegelt. Anschliessend werden diese Bauteile mit neuen Dichtungen und natürlich einem neuen Filtereinsatz komplettiert und zusammengebaut. Fazit: Ein weiteres neuwertiges Teil ist bereit für die Montage auf den Motorblock!

Komponenten der elektrischen Anlage
 
Leider war im Fahrzeug eine unpassende Lichtmaschine aus einem SEAT eingebaut, eine original FIAT Lichtmaschine konnte aber organisiert werden, natürlich in einem entsprechend "gebrauchten" Zustand. Also: Zerlegen der ganzen Einheit, gründliches Säubern aller Teile, das Gehäuse bekommt eine neue Lackierung, die Aluminiumdeckel vorne und hinten werden fein gebürstet und mit Klarlack versiegelt, und der Rotor wird am Kollektor überdreht. Anschliessend werden neue Lager in die Deckel eingebaut, und die ganze Einheit unter Verwendung frischer Kollektorkohlen zusammengebaut. Das fertige Ergebnis macht jetzt wieder einen sauberen Eindruck!

Komponenten des Fahrwerks
 
Die ausgebauten Bremsträgerplatten bieten ein Bild des Jammers: Auf der Aussenseite mit einer bis zu 2 Zentimeter dicken Kruste aus Dreck, Unterbodenschutz und anderen nicht näher definierbaren Komponenten bedeckt, und innen mit einer massiven Rostschicht versehen. Also: Zunächst die obligatorische Grobreinigung mit Spachtel und Kaltreiniger, danach grobes Abbürsten der Rostschicht.

Nun geht es in die Strahlkabine: Dank intensiver Bearbeitung mit Glasperlen können schliesslich alle nicht erwünschten Elemente wie Rost, Schmutz und alte Farbreste restlos entfernt werden. Die auf diese Art aufbereiteten Oberflächen können nunmehr problemlos grundiert und lackiert werden. Das fertige Ergebnis überzeugt, und macht die viele Drecksarbeit wett!

Vordersitze
 
Die beiden Vordersitze haben auch schon bessere Zeiten gesehen: Die Bezüge sind verdreckt und teilweise zerissen, die Rahmen rostig. Also: Zunächst heisst es "runter mit den alten Bezügen". Hier ist allerdings Vorsicht angesagt, das brutale Runterschneiden des alten Stoffes ist absolut verpönt, die Bezüge werden vorsichtig nach Entfernen der Halteklammern von den Rohrrahmen abgezogen und deponiert. So erhält man ein einigermassen gutes Bild, wie dann die neuen Bezüge wieder zu montieren sind, beziehungsweise können die alten Bezüge als Muster für neue Teile dienen. Auch kann es ja leicht sein, dass die im Stoff "versteckten" Sitzpolster aus Schaumstoff noch in der einen oder anderen Weise benötigt werden.

Die abgezogenen Rahmen zeigen sich besser als angenommen: Ein paar Roststellen, bei beiden Sitzgestellen sind die Schweisspunkte der Vorderstrebe auf einer Seite abgerissen. Also nichts, was sich nicht relativ einfach reparieren lässt! Nun noch ein rasches Duchnumerieren der Gummibänder, danach werden sie abmontiert und kommen zwecks späterer Aufbereitung ins Regal. Nunmehr können die nackten Rohrrahmen mittel rotierender Drahtbürsten gereinigt und entrostet werden, nach einer darauffolgenden Feinreinigung und Entfettung mit Nitroverdünnung steht einer Grundierung nichts mehr im Wege!

Nach dem Grundieren werden die Rahmen schwarz lackiert. Nnach dem Aufziehen der aufbereiteten Gummibänder werden die Sitze mit frischen Schaumstoffauflagen versehen und die neuen, zum Farbton des Autos passenden Stoffbezüge aufgezogen und gespannt. Somit stehen neuwertige Sitze bereit zum Einbau!

 
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