Vorgeschichte
 
Auf der Suche nach einem Fiat 600 oder Fiat 600 Multipla bin ich schließlich doppelt fündig geworden:

Ein Steyr-Fiat 600 Multipla mit Baujahr 1958 konnte ganz in der Nähe meiner Wohnung ausfindig gemacht werden. Das Fahrzeug war ein Erstbesitz eines mittlerweile über 90-jährigen Mannes, der den Wagen vor 30 Jahre stillgelegt hatte, und im letzten Eck seiner Garage deponiert hatte. Doch das ist eine andere Geschichte …

Da ich natürlich im Freundes- und Bekanntenkreis auch kräftig zwecks Informationen über eventuell zu erwerbende Ersatzteile für den 600er Multipla herumtelephoniert habe, kam dann gut ein Jahr nach dem Erwerb des Multiplas ein Anruf, dass in einem Nachbarort jemand Ersatzteile für einen 600er abzugeben hätte. Da ja die Technik der 600er Limousine und des 600er Kombiwagens (so die ofizielle Fiat Bezeichnung des Multipla) fast zu 100% gleich sind, machte ich mich auf den Weg.

Dort angekommen, gab es zunächst einmal ein böse Überraschung: Die angekündigten Ersatzteile entpuppten sich als ziemlich ausgeschlachtete Karosserie eines Seat 770. Ein paar Motorteile lagen auch noch herum, leider auch vom Seat. Also nichts wirklich Brauchbares. Noch dazu wurde mir vom Besitzer ständig vorgeplappert dass der Seat eine absolute Rarität sei, kaum mehr zu bekommen, bereits mit dem leistungsstarken Motor, usw. usw. der gute Mann schien nicht zu begreifen, dass ich an dem Fragment kein Interesse hatte.

Als ich schon den Lagerschuppen ziemlich enttäuscht wieder verlassen wollte, entdeckte ich im letzten Eck ein mit Planen verhülltes Auto, das in seinen Konturen ebenfalls sehr verdächtig nach 6ooer ausschaute.

"Was ist denn das dort" war meine Frage. "Ach, bloss ein alter Steyr-Fiat 600, den hätte ich wegen der Ersatzteile besorgt, aber da passt nichts so richtig" kam eine ziemlich kurze Antwort. "Darf ich mal" stellte ich kurz die Frage, und war schon bei dem verhüllten Etwas. Nach Entfernen von unzähligen Lagen Abdeckplanen kam schliesslich ein 1957er 600er ans Tageslicht, ziemlich ausgeräumt, aber daneben eine Unmenge an Teilen in Bananenschachteln, Kübeln und allen anderen (un)möglichen Behältern.

Man soll es nicht glauben, welche Überaschungen auf der Suche nach einem Oldie einem auch heute noch blühen. Lang die Rede - kurz der Sinn: Ich machte mich erbötig, den ungeliebten Steyr-Fiat "kostengünstig" zu entsorgen, und nach einem arbeitsreichen Samstag hatte ich ein neues Projekt in meiner Garage stehen!
 
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