Step 01 - Montagearbeiten an den Türen
 
Als erstes werden die neuen Fensterführungen in die Blechprofile in den Türen eingeklebt. Danach werden die überholten Fensterhebermechaniken montiert und die Drahtseile zum Heben und Senken der Fenster verlegt und gespannt. Anschliessendes Fetten der Zahnradgetriebe in den Kurbeltrieben der Hebermechaniken sorgt für reibungslosen Betrieb. Nun werden die Fenster selbst in die Türen eingeführt und an den Hebeseilen verklemmt. Nach dem Einkleben der Dichtungsgummis auf die Türen bzw. dem anbringen der Gummiprofile an der Karosserie können die überholten Türschlösser montiert werden.

Step 02 - Montagearbeiten im Kofferraum
 
Um den Tank im Bereich des Spannbandes vor Beschädigungen zu schützen, wird zunächst rundum ein "Schutzband" aus Dämmstoff aufgeklebt. Ebenso wird in dem Bereich, in dem der Tank dann am Kotflügel anliegt, eine Schutzmatte aus dünnem Filz aufgeklebt. Anschliessend genaues Einpassen des Tankes auf die vorgesehene Postion und Fixieren mit dem Tankspannband. Danach wird noch das Reservoir für die Bremsflüssigkeit mit einer neu zugeschnittenen Dichtung montiert, und der Deckel für das Batteriefach angebracht.

Step 03 - Montagearbeiten im Innenraum
 
Zuerst werden Seilzüge und Schaltstange im Mitteltunnel eingezogen, danach kann der zusammengebaute Schalthebelmechanismus vormontiert werden. Anschliessend werden die Dämm-Matten im Fussbodenbereich und am Mitteltunnel verlegt, danach der Gummibodenbelag am Mitteltunnel. Der Schalthebel kann nun fix montiert werden, ebenso die Handbremse und die Warmluftdüsen. Dann erfolgt das Verlegen des restlichen Gummibodenbelages. Das Ergebnis überzeugt: Was vorher noch eine richtige "Baustelle" war, sieht nun schon nach einem Auto aus!

Step 04 - Einbau der Motor- und Getriebeeinheit
 
Ein wichtiger Schritt im Restaurierungsprojekt steht bevor: "Hochzeit" ist angesagt, also der Einbau der Antriebseinheit in die Karosserie! Die ursprüngliche Idee, die gesamte Motor-Getriebeeinheit einfach von hinte in die Karosserie "einzuschieben" lässt sich leider nicht realisieren: Je nach gewählter "Einschubhöhe" steht entweder die Kupplungsglocke an den Aufhängungen der hinteren Längslenker an, oder die Nebenaggregate des Motors kommen an den Blechen im Motorraum nicht vorbei. Also - Fazit des Ganzen: Konventionelle Montage der ganzen Einheit mit dem Werkstattkran!

Die Antriebseinheit wird stirnseitig mit dem Werkstattkran aufgenommen, und etwas über Einbauhöhe gehoben, das Getriebe ruht auf einem Rangierwagenheber. Nun lässt sich das Ganze in dieser Schrägneigung in den Motorraum einfahren, unter gleichzeitigem Anheben des Getriebes und Absenken der Stirnseite. So wandert das Agrregat schliesslich an seinen angestammten Platz, und der Getriebeträger kann an der Karosserie angeschraubt werden. Jetzt wird dem Motor mit dem Wagenheber abgestützt, und nach Entfernen des Werkstattkrans wird das Abschlussblech eingesetzt und verschraubt, dann kann der Motor in das hintere Widerlager abgesenkt und auch dort verschraubt werden!

Step 05 - Verkabelungsarbeiten
 
Eine der wichtigsten Komponenten bei der Restaurierung ist logischerweise eine gut funktionierende Elektrik. Hier ist es angesagt, relativ kompromisslos alle Verschleissteile auszutauschen. Ebenso wird ein neuer Kabelbaum eingezogen. Dieser konnte wirklich sehr preisgünstig via EBay ergattert werden, bei näherer Betrachtung hat sich dann allerdings herausgestellt, dass es sich offenbar nicht um einen Kabelbaum für den Typ 600 und auch nicht um einen Kabelbaum für den Typ 600D handelt, sondern um eine Art "Universalkabelbaum" der bei beiden Bauarten verwendet werden kann. Das heisst allerdings im Klartext, das ein paar Leitungen zuviel vorhanden sind - also her mit Universalmessgerät, Schaltplan und Seitenschneider und nach kurzer Zeit sind alle unnötigen Leitungsstränge entfernt. Leider sind auch nicht alle verwendeten Kabelfarben deckungsgleich mit den Originalschaltplänen, aber letztendlich finden alle Kabel Ihren Weg und warten darauf, an die entsprechenden Bauteile der Elektrik angeschlossen zu werden!

Step 06 - Tapeziererarbeiten
 
Als Erstes wird der gesamte Innenraum mit schalldämmendem Material ausgekleidet. Dann wird aus Hartfaserplatten eine neue Gepäckablage für den Raum hinter der Rücksitzbank gefertigt, da das Originalteil nach über 50 Jahren bereits deutliche Zeichen von Verottung zeigt! Ein neuer Gummibelag für dieses Teil ist natürlich eine Selbstverständlichkeit!

Danach werden die hinteren Kotflügel mit passendem Kunstleder überzogen, neue Seitenverkleidungen montiert, und nachdem dann auch noch eine neue Abdeckmatte unter dem Rückfenster montiert ist, steht dem Einbau der frisch tapezierten Rücksitzbank und Vordersitze nichts meht im Wege!

 
Zurück zur Startseite ...